Tod eines Handlungsreisenden

Arthur Miller
Deutsch von Volker Schlöndorff und Florian Hopf

Tod eines Handlungsreisenden
Handelsvertreter Willy Loman ist am Ende. Über dreißig zermürbende Jahre ist er durch die Lande gereist, um seinen Traum vom großen Glück, von Erfolg und Ruhm zu verwirklichen. Doch alle Träume und Hoffnungen haben sich zerschlagen, zudem erfüllen seine beiden Söhne Biff und Happy nicht die in sie gesetzten Erwartungen. Insbesondere Biff, der zu Highschool-Zeiten ein erfolgreicher Sportler war, kann den hohen Ansprüchen seines Vaters nicht genügen. Zwischen den beiden kommt es immer wieder zum Streit, weil Biff gegen die Lebenslügen und die Überheblichkeit des Vaters revoltiert, der sich lieber in verklärten Erinnerungen und Phantasien einer großartigen Zukunft verliert. Als Willy Loman vom neuen jungen Chef entlassen wird, stürzt er in eine existentielle Sinnkrise. Er sieht nur noch eine letzte Möglichkeit seinem Leben einen Sinn zu geben: Er muss durch seinen Tod dafür sorgen, dass der Familie mit Hilfe der Auszahlung aus der Lebensversicherung der Start in ein besseres Leben gelingt …
Arthur Millers 1949 uraufgeführtes Drama gilt als moderner Klassiker. Der Protagonist Willy Loman, der sein Leben auf Träumen, Selbstüberschätzung und Lügen aufbaut, scheitert an einer Gesellschaft, die bedingungslos den „American Dream“ von Erfolg und finanziellem Wohlstand proklamiert. Millers beklemmende Charakterstudie ist in Zeiten von Turbokapitalismus, ständiger Selbstoptimierung, Burnouts und Existenzängsten aktueller denn je.