Foxfinder

Dawn King
Deutsch von Anne Rabe

England wird von einem totalitären Regime regiert. In einer ländlichen Region untersucht ein junger Mann im Auftrag einer Behörde einen Bauernhof. Wegen schlechten Wetters und wegen des tragischen Todes ihres Kindes haben die Landwirte Samuel und Judith ihr vorgegebenes Soll nicht erfüllt. Doch der junge „Foxfinder“ William sieht die Ursache in einem weitreichenderen Problem: Er ist überzeugt davon, dass sich die Natur in Gestalt des Fuchses gegen die Menschheit verschworen hat.
Der Fuchs, der Inbegriff des Bösen, kontaminiert die Bauernhöfe, er manipuliert den Verstand, beeinflusst das Wetter und tötet sogar unschuldige Kinder. Die logische Folge daraus ist, dass die Tiere gejagt und die Menschen, von denen sie bereits Besitz ergriffen haben, vertrieben werden müssen. Mit seiner Besessenheit sät William Misstrauen und Angst im Dorf. Langsam aber sicher hat Samuel das Gefühl, die Kontrolle über sein Leben zu verlieren.
Die britische Dramatikerin Dawn King hat mit „Foxfinder“ eine kluge Parabel – die sich stilistisch im Spannungsfeld zwischen Arthur Miller und Franz Kafka bewegt - über Fundamentalismus geschrieben. Mit ihrem Stück gewann sie zahlreiche Preise, unter anderen die Papatango New Writing Competition 2011.