Nastjas Tränen

Benefizveranstaltung zugunsten der Ukraine

Nastjas Tränen
Natascha Wodin erzählt eine osteuropäische Odyssee, die Lebensgeschichte der Ukrainerin Nastja, die sich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und der Unmöglichkeit, Ihren Enkel und sich selbst weiter angemessen zu ernähren, schweren Herzens auf den Weg nach Deutschland macht, um Geld für zuhause zu verdienen. In ihrer Heimat war sie Bauingenieurin – in Berlin hastet sie nun von Putzstelle zu Putzstelle und rutscht nach dem Ablauf ihres Visums geradewegs in die Illegalität. Um einen deutschen Pass zu bekommen, heiratet sie. Der Mann allerdings, der ihr zu Anfang wirklich gefällt, wird ihre Lage bald gnadenlos ausnützen. Irgendwann auf ihrem Weg begegnet sie der Erzählerin, deren Eltern als ukrainische Zwangsarbeiter von den Nazis nach Deutschland verschleppt worden waren und die, jetzt ebenfalls neu in Berlin, eine Unterstützung für ihren Umzug sucht. Die Deutsche mit ukrainischen Wurzeln wird ihr helfen. Es zumindest versuchen. Zwischen den beiden Frauen entsteht eine Freundschaft, die so zart und behutsam wie brüchig ist.
Eine einfühlsame und berührende Geschichte, deren politische Bedeutung nie näher kommentiert wird, die aber in jeder Zeile vibriert.

Es lesen Sabine Bräuning und Lara Haucke.
Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.

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