Muttersprache Mameloschn

von Sasha Marianna Salzmann

Oma ist besser als Instagram.

Großmutter Lin, Mutter Clara und Tochter Rahel leben zusammen unter einem Dach. Doch Rahel will weit weg von zu Hause, nach New York. Und Clara hat Angst, ihre Tochter zu verlieren, wie sie schon ihren Sohn Davie verloren hat. Die drei Frauen arbeiten sich aneinander ab, umkreisen sich, tasten sich aneinander heran, immer auf der Suche nach einer gemeinsamen Sprache für ihre Sehnsüchte, Ängste, Enttäuschungen und Konflikte zwischen den Generationen. Muttersprache heißt auf Jiddisch Mameloschn.

Sasha Marianna Salzmann thematisiert einen Generationenkonflikt zwischen Müttern und Töchtern, der vom Antisemitismus in der Gesellschaft belastet ist. Die treffsicheren Dialoge des Stücks sind zugleich eine Hommage an den jüdischen Humor.

---------

Premierenkritiken:

Esslinger Zeitung, 09.12.2025: „Alexander Vassen hat die kleine Podiumsbühne des Esslinger Theaters mit Türen in Rahmen strukturiert. Sie stehen isoliert im Raum. Mit diesem starken Bild zeigen die Schauspielerinnen die Barrieren, die sich zwischen den Generationen auftun. Immer wieder schlagen sie einander die Tür vor der Nase zu, weil sie einander nicht verstehen.“

---------

Nachtkritik, 06.12.2025: „Wenn Franziska Theiner als Clara zu Beginn auf der Bühne steht und händeringend, atmend immer wieder nichts spricht, sagt das ungemein viel. Theiner setzt auf Minimalismus, spielt Claras Angst in Nuancen aus, lässt sie zwischen vorgespieltem Selbstbewusstsein und verkrampfter Verzweiflung wunderbar changieren. Lily Frank zieht sich Rahel wie eine zweite Haut an. Großartig ihre Performance als Witze-Erzählerin mit Sonnenbrille am Mikro, überzeugend ihre Genervtheit von der ängstlich umsorgenden Clara, ergreifend ihre Verletzlichkeit, wenn sie ihrem Bruder Davie schreibt: ihrer zweiten Hälfte, dem Zwilling, der sie verlassen hat.“

---------

Theater der Zeit, 09.12.2025: „Das Bild der Türen, von Vaassen dramaturgisch konsequent durchdacht, bieten den Akteurinnen nicht nur großartige Spielmöglichkeiten. Damit unterstreicht der Regisseur die Notwendigkeit, offen zu der verdrängten Geschichte zu stehen, die Teil jeder Persönlichkeit ist. In Zeiten von Hass und Antisemitismus ist dieses Geschichtsbewusstsein wichtiger denn je.“

Video abspielen
Datenschutz ist uns wichtig!
Daher wird dieses Video erst geladen wenn sie der Verwendung des Drittanbieters "YouTube" zustimmen durch den möglicherweise Cookies gesetzt und Nutzerdaten übertragen werden.
Termine
Mi. 21.01.2026 15:00
Podium 1
Sa. 07.02.2026 20:00
Podium 1
Fr. 20.03.2026 20:00
Podium 1
Do. 23.04.2026 20:00
Podium 1
Mi. 29.04.2026 20:00
Podium 1
Weitere Termine anzeigen  
Team / Besetzung
DAUER
wird noch bekannt gegeben
SCHAUSPIELER*INNEN
Lin Gesine Hannemann
Clara, Lins Tochter Franziska Theiner
Rahel, Claras Tochter Lily Frank

Newsletter

Gerne informieren wir Sie mit unserem Newsletter regelmäßig über Neuigkeiten und bevorstehende Veranstaltungen an der WLB.