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Geschichte
der WLB Esslingen

Während des über 100-jährigen Bestehens der Landesbühne Esslingen wirkten schillernde Persönlichkeiten der Theaterwelt am Haus.

Die Intendanzen seit 1919

Die Geschichte der WLB

Die WLB heute

In den vier Spielstätten – Schauspielhaus, Podium 1, Podium 2 und Studio am Blarerplatz – zeigt die Württembergische Landesbühne ein vielseitiges Programm: zeitgenössische Stücke und Klassiker, musikalische Produktionen sowie Theater für junges Publikum. Ein Höhepunkt ist jedes Jahr die große Freilichtaufführung im Esslinger Maille-Park vor der Inneren Brücke.

Als Landesbühne ist die WLB nicht nur in Esslingen präsent, sondern regelmäßig auch mit Abstechern in ganz Baden-Württemberg, in Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und der Schweiz unterwegs.

Pro Spielzeit entstehen rund 20 Neuproduktionen. Zusammen mit dem Repertoire bringen die Ensembles der WLB und der Jungen WLB damit etwa 40 unterschiedliche Stücke auf die Bühne. Seit September 2024 leitet Marcus Grube das Theater als Intendant.

 

 

Die Württembergische Landesbühne seit 1919

Die WLB ist die älteste Landesbühne in Baden-Württemberg und die zweitälteste Landesbühne Deutschlands.

 

Im Mai 1918 gründete Robert Bosch in Stuttgart den „Verein zur Förderung der Deutschen Volksbildung“ und setzte Theodor Bäuerle – der 1946 Theodor Heuss im Amt des Kultusministers von Baden-Württemberg folgte – als Geschäftsführer ein. Theodor Bäuerle rief im Jahr 1919 – als weitere Abteilung des Vereins – die „Schwäbische Volksbühne“ ins Leben, die ab 1921 „Württembergische Volksbühne“ und später „Württembergische Landesbühne“ hieß. Ein Stück Pionierarbeit, denn es war die erste künstlerische Wanderbühne neuen Stils.

 

Am 20. September 1919 fand in Göppingen auf Initiative des damaligen Oberbürgermeisters von Göppingen, Otto Hartmann, die erste Aufführung statt: „Kabale und Liebe“ von Friedrich Schiller.

 

Ab 1926 wird Esslingen de facto zum Hauptspielort, zum „Hauptsitz“ der Württembergischen Volksbühne.

 

Nach der kriegsbedingten Schließung sämtlicher Theater in Deutschland und Österreich erhielt die Württembergische Landesbühne bereits im Juni 1945 von den alliierten Militärbehörden die Genehmigung, den Spielbetrieb wieder aufzunehmen. Ihr Intendant Haaß-Berkow war einer der Wenigen überhaupt, der sowohl vor als auch nach 1945 ein Theater leiten durfte.

 

Der Historiker und Stadtarchivar Dr. Joachim Halbekann in seinem Aufsatz zum 100. Jubiläum:

Das Jubiläumsjahr 2019 bietet Anlass und Gelegenheit, sich der institutionellen Wurzeln der heutigen Württembergischen Landesbühne Esslingen zu erinnern. Obwohl als WLB unter diesem Namen erst im Herbst 1933 und damit in der NS-Zeit eingerichtet, gründet sie vor allem in der demokratischen Tradition der breiten Volksbildungsbewegung in unmittelbarem Anschluss an den verheerenden Ersten Weltkrieg. Die durchaus progressive, 1919 ins Leben gerufene Schwäbische, dann Württembergische Volksbühne, 1921 in eine GmbH umgewandelt, konnte bis zur Machtübergabe an die Nationalsozialisten verschiedene, vorrangig ökonomische Krisen überstehen und sich als unverzichtbare Institution der staatlich unterstützten Versorgung der Klein- und Mittelstädte Württembergs mit künstlerischem Theater etablieren. Auch die Verbindung dieser ein Land bespielenden „Wanderbühne“ – um den zeitgenössischen Terminus zu verwenden – mit Esslingen als Stand- und gleichzeitig bedeutendstem Spielort ist bereits im Jahr 1926 mit der Übergabe des Stadttheaters an die Volksbühnengemeinde Esslingen und von dieser an die Volksbühne angelegt und dann 1933 durch die Gründung der WLB institutionalisiert worden. Dieses Modell, ein vom Staatstheater Stuttgart unabhängiges Zentrum der Volks-, dann Landesbühne zu besitzen, hat sich bis heute als funktional und zukunftsträchtig erwiesen.

 

In den nunmehr 106 Jahren des kontinuierlichen Bestehens hat dieses Theater in unzähligen Vorstellungen und Inszenierungen über mehrere Generationen Millionen von Zuschauer*innen erreicht.

Dr. Joachim J. Halbekann: Von der schwäbischen Volksbühne zur Württembergischen Landesbühne Esslingen

Volksbildung durch staatlich gefördertes künstlerisches Wandertheater 1919 bis 1933

 

Dr. Joachim J. Halbekann, der Leiter des Stadtarchivs Esslingen, hat anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Landesbühne zum ersten Mal in der Geschichte der WLB die Phase zwischen der Gründung im Jahr 1919 und der Zeit des Nationalsozialismus 1933/34 historisch umfassend aufgearbeitet. Dieser Text liegt dem Reprint der Festschrift von 1929 bei, der zum Jubiläum neu aufgelegt wurde und an der Theaterkasse oder über den Buchhandel erworben werden kann (ISBN: 978-3-947563-58-6).

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